Stuart Turton: Der Tod und das dunkle Meer

Stuart Turton

Der Tod und das dunkle Meer

Als die mächtige Saardam 1634 den Hafen von Batavia verlassen will, warnt ein Bettler ohne Zunge sie davor, abzulegen. Etwas Böses lauere an Bord, furchtbare Dinge werden geschehen. Der Generalgouverneur will unbedingt, dass dieses Schiff ablegt, hat er doch kostbare Fracht an Bord und einen Posten in dem mächtigsten Gremium der Zeit in Aussicht, sobald er in Amsterdam ankommt.

Und so nimmt das Schiff Kurs auf Amsterdam, wo es in acht Monaten ankommen soll. Doch schon bald nach Abfahrt fangen merkwürdige Dinge an: ein dämonisches Zeichen aus der Vergangenheit mehrerer Passagiere taucht auf dem Hauptsegel auf und unterschwellige Panik macht sich breit. Denn der Dämon verspricht nachts flüsternd, wenn man ihm einen Gefallen tut, wird der größte Herzenswunsch wahr.

Das ist natürlich sehr verlockend für alle auf dem Schiff von der Geliebten des Generalgouverneurs, zu seiner Ehefrau, über seinen Neffen, den Kapitän oder den Handelsleiter – alle haben Wünsche, die sie sich aus eigener Kraft nicht erfüllen können und etwas – dämonische – Unterstützung brauchen.

Was dann auf dem Schiff passiert, ist gruselig, mysteriös, zum Teil liebevoll (zum Beispiel in Mutter-Kind Beziehungen), hat starken Sherlock Holmes Anteil (ein berühmter Detektiv ist im Bauch des Schiffes angekettet, weil er eines Verbrechens beschuldigt wird) und undurchsichtig. Bis 20 Seiten vor Schluß habe ich mich heftig mitgegruselt, auf das nächste Opfer Wetten abgeschlossen und gehofft, dass es nicht meinen Liebling erwischt.

Lesetipp für Liebhaber düsterer, maritimer Krimis, die auch Detektivgeschichten mögen.

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