Martin Wehrle: Die Schlange

Martin Wehrle:

Die Schlange

Journalistin Susanne Mikula soll einen Skandal um ein Hamburger Immobilienunternehmen aufdecken: langjährige Mieter werden aus den Häusern geekelt, damit die Häuser luxussaniert oder abgerissen werden können – denn Wohnungsknappheit ist gut für die Preisentwicklung.

Unsere Heldin leidet unter einer posttraumatischen Belastungsstörung, hat Geldsorgen bis unters Dach und will trotzdem sich nicht ihrer Depression ergeben, sondern ermitteln und kämpfen, was ich bewundernswert finde. Ihr stellen sich korrupte Chefredakteure, falsche Weggefährten und ein Killer mit Gentlemanattitüde in den Weg, während die Lage immer dramatischer wird.

Denn mittlerweile hat Susanne ihr Herz an die zu rettenden Wohnungen und ihre Bewohner gehängt und nimmt den Ausverkauf des Hamburger Wohnungsmarkts persönlich. Und ihre Gegner merken, dass es ihr ernst ist und holen zum Gegenschlag aus.

Zu dem Mietwucher kann ich als Münchner natürlich genauso viel sagen und dass Wohnen Luxusgut geworden ist, ist hier wie im hohen Norden Realität. Städtische Wohnungen mit echter Mietbindung sind Mangelware, Luxussanierungen sind an der Tagesordnung und pseudo-Stadtvillen mit winzigsten Gärten dicht an dicht normal.

Deshalb hat mich das Thema des Krimis von Martin Wehrle sofort persönlich getroffen – danke an den benevento Verlag für das Rezensionsexemplar.

Ein spannendes Lesevergnügen, nicht nur für Hamburger Krimifans, auch wenn das “wer ist Freund, wer Feind” mich manchmal schwindelig gemacht hat und ich auf so manche falsche Fährte gesetzt habe.

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