Im Hause Longbourn

Jo Baker: Im Hause Longbourn

Jo Baker: Im Hause Longbourn

Jo Baker:

Im Hause Longbourn

Anlass: Gibt es jemanden unter euch, der bis jetzt verpasst hat, dass ich ein Riesen- Fan von Jane Austen bin?

Ja? Schaut mal in meine Lieblingsbücherliste!

Inhalt: Wir befinden uns hinter den Kulissen von Stolz und Vorurteil – einem meiner all time favourites, das mein Verständnis von Liebe stark geprägt hat. Doch dieses Mal sind wir nicht bei den Bennets, sondern in der Waschküche, am Herd, im Stall und unter dem Dach zuhause – bei ihren Dienstboten. Schande über mich, aber ich konnte mich mit Mühe an den Namen der Haushälterin aus dem Original erinnern, weil Mrs Bennet immer so dramatisch nach “der Hill” geklingelt hat, wenn sie Kopfschmerzen hatte. Die anderen gingen komplett an mir vorbei.

Wir lernen Sarah, das Hausmädchen, kennen mit ihren Träumen und Wünschen von London und einem Ausbruch aus ihrem eintönigen Leben mit frierenden, schmerzenden Händen und Rücken. Wir dürfen ihrer Schwärmerei für den Hausdiener der Bingleys, Ptolemey, zusehen und auch, wie sie wieder vergeht. Weil da ein anderer ist, James. Ein Beschützer, ein Liebender, ein Schweigender über seine Vergangenheit. Der zu viel gesehen hat, zu viel weiß – und dessen Herkunft ergründenswert ist. Der weggehen könnte, wenn man ihn enttarnt und den sie mehr lieben wird als ihre Sicherheit.

Genauso sehen wir Polly, die Küchenhilfe, die mit ihren arglosen dreizehn Jahren die Aufmerksamkeit von Wickham auf sich zieht (wir erinnern uns an die Geschichten seiner zahllosen Verfehlungen) und eigentlich nur Süßigkeiten naschen und etwas lernen möchte.

Mr und Mrs Hill, das Vorsteherpaar mit seinen ganz eigenen Geheimnissen, die denen der anderen Bewohner in nichts nachstehen und die mich etwas traurig zurückgelassen haben.

Und natürlich sehen wir der Handlung von Stolz & Vorurteil zu – jedes Kapitel beginnt mit einem prägnanten Originalzitat, so dass der Leser es in den zeitlichen Ablauf einordnen kann, aber mehr “Hintergrundwissen” ansammeln kann und die Perspektive wechselt. So kennen wir die Szene am Anfang, wo Elizabeth scharf gerügt wird von Ms Bingley wegen ihres dreckig-schlammigen Unterrocks nach dem Marsch über die Felder. Aus Sarahs Perspektive bedeutet es unglaublich viel neue Arbeit am Waschzuber und einen Blick in eine Welt, wo anderen so etwas egal ist, weil sie genug Kleider besitzen, um einen teuren Unterrock nicht zu vermissen.

Meinung: Einerseits fand ich es wunderschön, meine geliebte Geschichte neu erzählt zu bekommen – andererseits hatte ich etwas daran zu knabbern, dass ich die Nebenfiguren so hartnäckig ignoriert habe bisher und mir nie Gedanken machte, wie es ihnen wohl erging. Fängt ja schon bei Mr Collins an für mich…

Für wen: Für jeden Austen Fan ein absolutes Muss!

PS: Kennt ihr den Penguin Verlag schon und wie findet ihr meine kleine Collage?

 

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