How to..die Feiertage überstehen ohne Nervenzusammenbruch, Tränen und Co

Noch knapp ein Monat bis Weihnachten und die herrschenden Fragen, nach dem was wir schenken, bestimmen die Gespräche. Aber es ist nicht nur das, was viele stresst – es ist auch: woher kommt der Baum, womit wird er geschmückt, wann wird gebacken/eingekauft/gekocht, in welcher Reihenfolge wird Verwandschaft besucht, auf wie vielen Weihnachtsfeiern muss ich auftauchen – dafür brauche ich neue Klamotten.
Und: wenn er mir nicht das perfekte Geschenk macht, liebt er mich nicht/ wenn Tante Trudi noch einmal von Babys anfängt, muss ich sie leider schlagen und mit Ente bewerfen/ jedes Jahr nach der Bescherung betrinkt sich irgendwer und wird ausfallend/ ich will da nicht hin/ was ein Logistikstress, wenn man alle in drei Feiertagen besuchen will, damit niemand passiv-aggressiv wird.

Kommt euch das bekannt vor? Ein schlauer Mensch hat mal gesagt: wir geben Geld aus, das wir nicht haben, um Dinge zu kaufen, die wir nicht brauchen und Menschen zu beeindrucken, die wir nicht einmal mögen.

Ist genau so, ne? Wir quälen uns durch den November und Dezember, geben zu viel Geld aus – oft aus schlechtem Gewissen heraus – fressen unzählige Kilometer, sind doch nicht genug, weil immer zu wenig da, zu abgehetzt, nicht schick genug oder overdressed, streiten uns mit dem oder der Liebsten wegen überhöhter Erwartungen und am Ende wird geweint. Nicht zuletzt wegen Familiendynamiken, die wir kennen und die auf gestautem Raum explodieren. Wieso machen wir das? Weils erwartet wird? Baby, please!

Wieso ist dir nicht egal, was “die anderen” sagen? Und wer soll das überhaupt sein?

Wieso sagt ihr nicht nein zu den Erwartungen, die zu viel sind und pickt euch die heraus, die ihr erfüllen WOLLT? Wollt ihr ein neues Kleid, um euch zu belohnen und nicht nur, um gestresst vor dem Chef zu glänzen? Kaufen. Wollt ihr nein sagen zu den kratzigen Wollsocken oder seltsamen Schlübbern von erwähnter Tante Trudi und einmal vier Wochen davor sagen, was ihr lieber haben möchtet? Aussprechen. Laut.
Wollt ihr zur Bedingung machen, dass niemand über euer Single-Dasein mit 32 oder das Tapsen von Babypfötchen redet, weil es ein unerwünschter Eingriff in eure Privatsphäre ist? Sagt es. Ihr habt ein Recht auf Respekt – und nein, sie meinen es nicht nur gut – sie respektieren eure Wünsche nicht, wenn sie sich darüber hinwegsetzen. Und dann darf man das auch sagen.
Niemand hat das Recht mit gemeinsamer DNA erworben, über euer Leben zu urteilen.

Ihr mögt das nicht vor der Familie aussprechen und habt Bauchschmerzen vor der gemeinsamen Zeit? Sprecht mit euren Freunden darüber – wenn ihr wüsstet, wie vielen es genauso geht! Gründet Schicksalssgemeinschaften und ändert etwas. Schlaft nicht auf der 90cm Matratze im alten Kinderzimmer – schlaft im Hotel, schafft euch einen Rückzugsort. Bucht euch für den 27.12. einen Spatag und lasst die Anspannung wegmassieren. Oder..oder… .

Oder seid radikal und haut ab! Weihnachten kann auch unter Palmen oder in einem Wellnesshotel stattfinden – oder in einer 20qm Wohnung. Überall da, wo ihr ihr selbst sein könnt und niemand sauer auf euch ist, weil ihr überhöhte Harmonieerwartungen nicht erfüllt. Ich weiß – viele werden sagen, dass sich das leicht raten lässt. Aber ich weiß, wie hart das sein kann aus eigener Erfahrung. Ich weiß aber auch, wie gut es der Seele tut.

In diesem Sinne: merry christmas – liebt euch selbst(und es ist egal, wo euer Stubenwagen stand ;-)!

 

 

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2 comments on “How to..die Feiertage überstehen ohne Nervenzusammenbruch, Tränen und Co”

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