Daniel Mason: Der Wintersoldat

Daniel Mason: Der Wintersoldat

Daniel Mason:

Der Wintersoldat

Im ersten Weltkrieg wurden fortgeschrittene Medizinstudenten im kuk Österreich-Ungarn als Frontärzte gebraucht und landeten unwissend und überfordert in den Frontlazaretten. In Der Wintersoldat wird fiktional die Geschichte von einem von ihnen erzählt: Lucius, dem genauen Beobachter, der eher Wissenschaftler ist als Arzt. Er kommt verfroren und dank eines Unfalls mit gebrochener Hand in einer Kirche im Nirgendwo an und trifft Krankenschwester und Nonne Margarete, die ihm Grundlagen beibringt: Hände waschen, desinfizieren mit Schnaps, wie amputiert man, wie verbindet man Wunden und näht Wundränder.

Und sie steht ihm zur Seite, als er die ersten Patienten mit Kriegsneurose aufnimmt, dieser völlig neuen Krankheit ohne Heilmittel. Wie geht man ohne psychologische oder psychatrische Kenntnisse mit Männern um, die völlig katatonisch daliegen, schreien oder nichts essen können, weil alles ihrer Meinung nach nach Verwesung schmeckt?

Und wie soll man “heimkehren und sich normal verhalten”, wenn man all das gesehen hat?

Mir hat dieses Buch den Schrecken des Krieges näher gebracht als jeder Dokumentarfilm, jeder tagesschau Bericht. Und wer etwas über Medizin des beginnenden 20.Jahrhunderts und ihr zum Teil erschreckendes Unwissen erfahren will, ist hier auch richtig.

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2 comments on “Daniel Mason: Der Wintersoldat”

  1. Kerstin von KeJas-BlogBuch Antworten

    Hallo Franzi,
    das Buch habe ich schon ganz oben auf der Liste der noch zu lesenden Büchern. Du hast mich darin bestätigt und noch neugieriger darauf gemacht. Die medizinischen Kenntnisse waren zu der Zeit so katastrophal und ich möchte Lucius gerne bei seinen Erlebnissen folgen. Vor kurzen habe ich “Der Horror der frühen Medizin ” gehört, das hat mich auch sehr begeistert und gleichzeitig schockiert, gerade in Hinsicht auf die Hygienemängel und wie sehr sich die damaligen Ärzte gegen Neuerungen sträubten.
    Das Buch hier muss jetzt bei mir einziehen.
    Liebe Grüße
    Kerstin

    • Franziska Antworten

      Ich verspreche, du wirst nicht enttäuscht sein, liebe Kerstin! Wenn dein Leseeindruck online ist, würde ich mich über den Link freuen, damit wir uns austauschen können 🙂

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