Schau mir in die Augen, Audrey

Sophie Kinsella: Schau mir in die Augen, Audrey

Sophie Kinsella: Schau mir in die Augen, Audrey

Sophie Kinsella:

Schau mir in die Augen, Audrey

Anlass: 1. Zauberhaftes Cover, 2. Audrey Hepburn Sonnebrille, Hauptfigur, die Audrey heißt – ich hatte sofort „Frühstück bei Tiffany“ Assoziationen!

Inhalt: Der Inhalt ist ganz anders, als aufgrund des Covers angenommen-viel ernsthafter und nachdenklich machender. Aber ich schweife ab – von Anfang: Audrey, ist 15, geht zur Zeit nicht zur Schule und bereitet sich auf einen Schulwechsel vor, sie betrachtet die Welt nur durch ihre Sonnenbrille und leidet unter einer Angststörung. Zwischen den Zeilen ist zu lesen, dass sie Opfer von Mobbingattacken auf ihrer Schule wurde und die Schulleitung erst sehr spät eingegriffen hat – die Täterinnen wurden zwar der Schule verwiesen, doch Audrey muss mit den psychischen Folgen leben. Ihre chaotische Familie bestehend aus der überfürsorglichen Mutter, dem Steuerberatervater mit Rockstarwünschen, dem Computernerd-Bruder und dem Jüngsten, sorgt sich um und für sie und beschützt sie vor der Welt. Und dann ist da noch Linus, der Freund ihres älteren Bruders, an den sie nur vielleicht denkt, wenn sie nicht davonlaufen will, weil jemand zu laut in ihrer Nähe war. Und der Zugang zu ihr sucht – zu dem Mädchen hinter der Sonnenbrille und ihr Aufgaben stellt, um ihr Konfrontationen mit der Welt draußen spielerisch leichter zu machen

Meinung: Wirklich schweres Thema leicht und fluffig aufbereitet, ohne dass Audrey – oder generell Menschen mit Angststörungen – zu Kuriositäten oder Freaks gemacht werden. Das ist wirklich ein Kunststück! Ich fühlte mich wirklich gut unterhalten wie von allen Kinsella-Romanen bisher, aber gleichzeitig war da auch moralische Botschaft und das werben für Verständnis und positiven Umgang mit Mobbingopfern. Das die sich eben nicht „nur anstellen“ oder das alles völlig harmlos ist, sondern ernstzunehmende Schäden bei -nicht nur- Jugendlichen hinterlassen kann. Bravo! Ich bin immer für die Entstigmatisierung von jeder Art von Krankheit und gegen Kampagnen, die Opfer zu Schuldigen machen.

Für wen: Eltern mit Kindern, die sich plötzlich anders verhalten, deren Freunde, Opfer – aber auch potenzielle Täter. Und natürlich auch für die, die einfach Jugend-Familienromane lesen wollen und nichts gegen darunter liegende ernste Themen haben.

 

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