Jane Austen. Jagd auf das verschollene Manuskript

Kathleen Flynn: Jane Austen. Jagd auf das verschollene Manuskript

Kathleen Flynn: Jane Austen. Jagd auf das verschollene Manuskript

Kathleen Flynn:

Jane Austen. Jagd auf das verschollene Manuskript

Anlass: Als riesiger Austen Fan und gewissenhafte Leserin aller möglichen Adaptionen musste ich mir diese Neuerscheinung einfach vom HarperCollins Verlag wünschen und habe mich gefreut, als ich sie bekommen habe.

Inhalt: Rachel und Liam leben als Wissenschaftler in einer fernen Zukunft, in der das Zeitreisen erfunden worden und es legitim geworden ist, Wissenslücken aus der Geschichte mit eigenen Eindrücken und Nachforschungen zu füllen. Das heißt, was wir heute nur ahnen, weil das Tagebuch des Forschers verschollen ist oder angesengt oder dessen Briefe nur als Antworten existieren, kann aufgefüllt werden durch eine Forschungsmission in die Vergangenheit. Rachel und Liam werden für eine ebensolche ausgewählt, um einen Jane Austen Roman zu bergen, dessen größter Teil verschollen ist und nebenbei ein paar für Biografen wichtige Briefe von ihr an ihre Schwester Cassandra zu kopieren. Dafür werden sie in Sprache, Umgangsformen, Kleidung, Tanz, Lyrik, Reiten/Kutsche lenken etc ausgebildet, mit einer plausiblen Hintergrundgeschichte und Kapital versehen(sie waren Erben einer Kaffeeplantage in Jamaica, kamen so zu Geld und sind mit einem Cousin der Austens bekannt) bevor die Portalreise losgeht. Angekommen schaffen sie es, die Bekanntschaft von Janes Lieblingsbruder so erfolgreich zu machen, dass er sie ihnen vorstellt und sich ihre Wege immer stärker überschneiden, bis sie Teil der Familie sind. Doch beide Forscher werden immer mehr in diese Welt eingesogen, bis sie Angst haben, zu viele Dinge in 1815 zu verändern, sich zu sehr zu binden und emotional an eigentlich längst Verstorbene ihre Herzen und Freundschaften zu hängen.

 

Meinung: Fundiert über Austens Welt, ihre Freunde, familiären und finanziellen Verhältnisse Auskunft geben lässt mich “Jagd auf das verschollene Manuskript” zwiegespalten zurück. Ich fand das neu erorbene Austen Wissen toll, habe anderes wieder neu erinnert, mochte die Darstellung von ihr als Person sehr und konnte die wissenschaftlichen Befürchtungen zu Wahrscheinlichkeit und Metaebenenbetrachtung teilen. Was habe ich also nicht gemocht? Das kann ich ganz schwer fassen: einerseits hat das Buch mich bestärkt in dem, was ich immer antworte, wenn ich gefragt werde, in welchem Jahrhundert/Zeitalter ich gerne leben würde: in diesem! In jedem anderen wäre ich dank Kurzsichtigkeit und diverser Allergien schon an einem anaphylaktischen Schock gestorben, in einen Burggraben gefallen oder als Hexe verbrannt worden. Oder an einem Blinddarmdurchbruch elend eingegangen. Und es ist erschreckend, woran vor allem Frauen noch vor 200 Jahren starben und was als normal galt…11 Kinder und dann Tod im Kindbett und Co.  Zurück zu meinem roten Faden- mich hat etwas an der Rahmengeschichte gestört, was dann manches im Verhalten von Rachel für mich illoyal erscheinen ließ. Aber ich will nicht spoilern, lest selbst und bildet euch eure eigene Meinung!

Für wen: Definitv für Austen Fans mit Interesse an ihr als Person!

 

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