How to..dir selber treu sein und dich lieben

Ich war neulich mit einer Freundin brunchen und danach ein wenig bummeln. Als ich gerade an einer tollen Creme roch und mir dafür ein paar Sekunden nahm, genau wie beim Streicheln über den Arm eines Bademantels, sagte sie einen Satz, der mich genauso freute wie betroffen machte: Ich bewundere es, wie du dich um dich selber kümmerst und freuen kannst.

Seltsam, oder? Sollten wir uns nicht alle um uns kümmern? Sollte es nicht normal sein, sich um sich selbst zu sorgen, uns zu umhegen und zu lieben?

Wer solls denn sonst tun? Andere Menschen sind meiner bescheidenen Meinung nach nicht dazu da, uns zu bestärken und unser Selbstwertgefühl zu pampern. Ich bin der Meinung, dass wir selbst diejenigen sind, die uns lieben – und Zeit  & Hingabe investieren sollten, um unser Leben schön zu machen.

Dazu gehört so etwas wie: kauft euch selber Blumen, zieht was hübsches drunter, auch wenn euch keiner auszieht, macht eine schöne Kerze an nur für euch. Gönnt euch eine Pediküre im Winter und freut euch an euren gepflegten Füßen. Sagt euch selber, was ihr an euch schön findet. Seid euer eigener Cheerleader!

Und viel wichtiger: vertreibt den Negativismus! Nicht, wie eine andere Freundin neulich sagte: ich habe ein Bäuchlein bekommen, ich muss eine Diät machen. Sondern: hey, ich bin gelassen und ruhig geworden, entspannt mit meiner Figur, weil ich geliebt werde. Ich weiß, dass er/sie mich schön findet, weil mein Inneres mich schön macht. Und viel wichtiger: ich liebe mich und bin wunderbar! Wenn ihr das ausstrahlt, wird der Rest der Welt der Meinung folgen. Und wenn ihr Lust daran habt, euch zu pflegen, euch anzusehen, euch zu berühren – dann signalisiert ihr auch anderen, dass ihr begehrens- und liebenswert seid.

Nur so zum Vergleich: würdet ihr ein Stück Fleisch kaufen, von dem der Metzger sagt, dass da ein bisschen viel Fett dran ist und es schon langsam grau an einer Stelle wird? Nee, oder? Warum sagt ihr dann zum neuen Mann in eurem Leben: gib mir die Decke, wenn ich ins Bad gehe, damit du meinen cellulitären Hintern nicht siehst!

War doof, haste gemerkt, ne?

Und wenn ihr einmal soweit seid, dass ihr euch selber liebt – dann ist es nicht mehr weit, dass ihr auch denen, die euch kritisieren anders entgegen tretet.

Überall gibt es doch wohlmeinende Kolleginnen/Bekannte/ Mit-einem-in-der U-Bahn-Steher, die ungefragt gemeine Sachen sagen. Wenn ihr ihnen in die Augen schaut und etwas fallen lasst wie: “Bitte lassen sie Ihre schlechten Gefühle bei sich – ich will nicht Ihr Ventil sein und habe nicht um Ihre Meinung zu: meiner Frisur/meiner Figur/meiner bunten Hose/..gebeten!” dann klappen Münder verwirrt zu.

Wer sich ungefragt schlecht über uns äußert – der hat nur eins: ein Problem mit sich selbst, von dem er ablenken und uns zur Zielscheibe machen will.

Und wieso sollten wir unser Bild von uns von Menschen bestimmen lassen, die von ihren eigenen Problemen ablenken wollen?

Wieso umgeben wir uns nicht nur mit Menschen, die unsere Zeit, unser Lächeln und unsere Aufmerksamkeit wert sind – genießen die geteilte Freude am gemeinsamen Augenblick und gehen gestärkt daraus hervor?

Meine Lieben – sagt goodbye zu den Energieräubern, liebt euch mit euren vermeintlichen Fehlern und gönnt euch etwas. Macht euch Komplimente und der Frau auf der Rolltreppe neben euch mit dem tollen Schal auch(mache ich regelmäßig und genieße das verwirrt-freudige Augenblitzen).

Ja, ich weiß, oft sind die Menschen, die uns nicht gut tun, sehr nah an uns. Sitzen im gleichen Büro oder teilten sich mit uns die Gebärmutter – aber wer hindert uns daran, die Situation zu ändern? Habt Mut, atmet tief durch und sagt: “Ich weiß nicht, warum du dich so verhältst, aber du tust mir weh.

Ich gehe davon aus – zu deinem Besten – dass du das nicht mit Absicht machst. Also denk bitte darüber nach, warum du diese spitzen Bemerkungen/…. machst. Was genau geht in dir vor? Tut es dir gut, wenn ich leide? Wenn dem so ist, ist es besser für uns beide, wenn unsere Wege sich trennen.

Wenn du damit “nur” etwas kompensierst, weil du zum Beispiel unsicher bist – arbeite daran, geh mir solange aus dem Weg und beginn unser nächstes Gespräch mit einer Entschuldigung.”

Egal, wie das Gespräch ausgeht – es wird euer Leben verändern, denn ihr habt beschlossen, dass ihr mehr wert seid als das miese Gefühl, das euch dieser Mensch gibt.

 

Umarmung, Franziska

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