Der Winterpalast

Eva Stachniak: Der Winterpalast

Eva Stachniak: Der Winterpalast

Eva Stachniak:

Der Winterpalast

Anlass: Ich mache ja gerade eine coole Aktion mit meiner Stadteilbibliothek und stelle dort meine Winter- und Weihnachtslesetipps aus – schaut doch mal vorbei, den Winterpalast empfehle ich dort auch. Warum ich den lesen wollte? Ich finde russische Geschichte wird stiefmütterlich behandelt im heutigen Geschichtsunterricht und ich stehe total-wie ihr ja wisst – auf starke Frauenfiguren in Büchern, ob nun historisch-real oder im reich der Fantasie. Katharina die Große ist also Pflichtlektüre!

Inhalt: In der Winterpalast wird die Entwicklung von der schüchternen 14jährigen Prinzessin Sophie von Anhalt-Zerbst zu Katharina der 2., Zarin von Russland, erzählt – jedoch nicht aus autobiographischer Sicht, sondern aus Sicht von jemandem, der ihr über weite Strecken loyale Freundin war. Barbara, eine polnische Buchbinderstochter, deren Vater von Elisabeth, der früheren Zarin, gefördert wurde, wird nach dem Tod ihrer Eltern Hofdame und Spionin am Hof. Und ihre erste große Aufgabe ist es, Sophies Freundin zu werden und sie zu beobachten – durch geheime Gucklöcher und lose Bodenplanken. So kennt sie bald jeden von Sophies Gedanken und ihre Gefühle und in Barbara regt sich Mitleid mit der lernwilligen jungen Prinzessin, die an Großfürst Peter und seine Dummheit, seine Preußentümelei(wurde er eigentlich später für geistesgestört erklärt, weiß das jemand?) gebunden ist. Aber Sophie hat größere Pläne als nur eine Ehe und artige Großfürstin zu sein – sie will den Thron nach Elisabeths Tod. Um das zu erreichen wird sie planen, lernen, schmeicheln – aber auch zum Spielball der Macht, die sie noch nicht hat, wenn es um ihre (potenziellen) Kinder und Liebhaber geht. Weder Barbara noch Sophie durchschauen ganz das Netzwerk um sich herum und wissen oft nur ganz knapp, wem zu trauen ist, wessen Schwüre ehrlich sind und wer sie sofort verraten würde. Manchmal kostet es beide beinahe das Leben und auf jeden Fall oft genug die Hoffnung.

Meinung: Ein großes, spannendes Buch über zwei Frauen, die so ungleich gar nicht sind, wenn man Titel und Stellung wegdenkt. Abhängig, einsam, unglücklich in der Liebe – aber klug, ehrgeizig, taktierend und mit gewaltigem Überlebenswillen ausgestattet.

Für wen: Geschichtsinteressierte und Catherine Zeta-Jones Fans(es gibt eine tolle Katharina die Große Verfilmung mit ihr)

 

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