Blogtourbeitrag Vampire in der Geschichte, Tatsachen und Gerüchte – mit Gewinnspiel

Ihr kennt alle Twilight, richtig? Und Bram Stokers Dracula auch? Habt euch gegruselt bei Interview mit einem Vampir?

Und euch schon mal gefragt, woher unser Wissen über Vampire und deren Existenz so stammt? Wieso wir denken, dass sie bei Tageslicht brennen, Blut trinken, ewig nicht altern, schön und weisshäutig sind, aber häufig grausam?

Und woher der Glaube, dass Knoblauch, Weihwasser und Kreuze sie abhalten? Und was soll das überhaupt mit den jungfräulichen Opfern?

In meinem Teil unserer Buchbloggertour durch das Vampirthema geht es heute um Vampirgeschichte – also die realen Ursprünge des Vampirglaubens.

Fangen wir mit Dracula himself an – den es wirklich gegeben hat:

als Fürst Vlad III. Draculea im 15. Jahrhunder, der über die Walachei, ein Fürstentum im heutigen Rumänien geherrscht hat. Die wahre Geschichte des Fürsten ist dabei ähnlich blutdurstig wie der Roman.

Der Vater des Fürsten war Vlad II. Dracul (Draculea bedeutet „Sohn des Dracul“) und war Ritter des Drachenordens – vermutlich trägt er deshalb seinen Beinamen. Der lateinische Begriff „draco“ heißt übersetzt „Drachen“. Es gibt aber noch eine andere Bedeutung, die vielen umso passender für den grausamen Fürsten erscheint: Das Wort „Dracul“ heißt im Rumänischen nämlich auch „der Teufel“. So könnte man Draculea ebenso mit „Sohn des Teufels“ übersetzen.

Im Kampf gegen die Türken, Ungarn und gegen Gesetzesbrecher war Vlad III. brutal und unbarmherzig. Er soll unzählige seiner Feinde gepfählt – also bei lebendigem Leib auf Pfähle gespießt – haben. Die Menschen mussten dann langsam und qualvoll sterben. Deshalb trägt er auch den Beinamen Vlad „Tepes“, was „der Pfähler“ bedeutet. Draculea und seine Gefolgsleute wurden schließlich von den Türken gefangen genommen. Um 1476/77 wurde der Fürst enthauptet, sein Kopf soll nach Konstantinopel gebracht worden sein. Und damit war Dracula dann wirklich tot – merkt ihr etwas? Auch im Buch Dracula stirbt der Vampir nur dann wirklich, wenn man ihn enthauptet …. .

Habt ihr schon genug oder darf es weitergehen ;-)?

Dann kommen wir jetzt zu dem appetitlichen Teil mit dem Blut trinken und den Jungfrauen.

Elisabeth Bathory war eine ungarische Gräfin des 16. Jahrhunderts, die 1611 als Serienmörderin verurteilt wurde, da sie zwischen 36 und 80 junge Frauen gefoltert und getötet haben soll(die Zahlen variieren stark, je nach Schreiber). Laut Anklageschrift soll sie das Blut ihrer Opfer getrunken und darin gebadet haben, um auf ewig jung zu bleiben. In Folge des Prozesses wurde sie lebenslang unter Hausarrest gestellt – vergleichsweise human, für das, was sie getan haben soll. Auch die Blutgräfin, wie sie später genannt wurde, ist heute populär und bekannt – ihre Geschichte wurde zum Beispiel mit Julie Delphy eindrucksvoll verfilmt.

Auch Kirchenschriften kennen überraschenderweise das Vampirmotiv – so wird im Buch Die christliche Mystik aus dem 19. Jahrhundert, ein Bauer  namens Jure Grando erwähnt, der nach seinem Tod ein kroatisches Dorf terrorisierte und Einwohner tötete.

Alles ewig her sagt ihr? Beileibe nicht: der letzte, international Aufsehen erregende Fall von Vampirglauben in Europa datiert aus dem Jahr 2005: In dem rumänischen Dorf Marotinu de Sus wurde der Körper eines verstorbenen Dorfbewohners ausgegraben. Dieser wurde verdächtigt, nächtens als Strigoi – die lokale Form des Vampirs – sein Unwesen zu treiben. Familienangehörige schnitten dem Leichnam das Herz heraus, verbrannten es, lösten die Asche in Wasser auf und tranken die Lösung.

Wer noch nicht genug hat: hier gibt es noch mehr Vampirlegenden.

Habe ich euch nun entgruselt, aufgeklärt oder sauer gemacht, weil es „nur“ Serienmörder waren oder verwirrte Geister?

Blog Challenge

Blog Challenge

Um am Gewinnspiel (bei mir gibt es eine gelesene Ausgabe von Der Historiker zu gewinnen, einem meiner Lieblingsgruselbücher, das ich sogar doppelt habe und eine kleine grüne Steinkatze, damit es nicht zu schaurig wird 😉 teilzunehmen, gelten folgende Bedingungen:

  • Teilnahme am Gewinnspiel ab 18 Jahren oder mit Erlaubnis des Erziehungs/Sorgeberechtigten
  • Bewerber erklären sich im Gewinnfall bereit, öffentlich genannt zu werden
  • Keine Barauszahlung des Gewinns möglich
  • Keine Haftung für den Postversand
  • Versand nur innerhalb Deutschlands
  • Der Rechtsweg ist ausgeschlossen
  • Das Gewinnspiel endet am 02.11.17 um 23:59 Uhr
  • Der Gewinner meldet sich innerhalb von 48 Stunden, sonst wird neu ausgelost

Insgesamt wird es drei Gewinner geben, also schreibt dazu, ob ihr a) der Historiker + Steinkatze, b) das Set bei Letanna oder c) die Bücher bei  Sandra oder d) das Buch bei Marie gewinnen wollt.

Und hier geht es zu Sandra, die am 28.10. über die Entstehung des Vampirglaubens aus christlicher Sicht schreibt.

Am 29. geht es weiter bei Sarah, die über Vampire in Comics und Co schreibt.

Hier zu Letanna, die weiter macht mit Vampiren in Film am 30.10.

Marie ist am 31.10. dran mit echten Vampiren und Kriminalfällen mit Vampirbezug.

Sue beleuchtet Vampirjäger am 1.11.

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7 comments on “Blogtourbeitrag Vampire in der Geschichte, Tatsachen und Gerüchte – mit Gewinnspiel”

  1. karin Antworten

    Hallo und guten Tag,

    interessant das sich auch Frauen , da in diesem Metier beteiligt haben.

    Ich dachte, immer das Vampirewesen ist viel zu männerlastig….diese der Graf aus TRANSSILVANIEN, Geschichte eines Vampires usw.
    Danke deshalb für diesen interessanten Beitrag zu dieser Blogtour.

    Und liebe Franziska Dein zugewinnendes Buch, gefällt mir …sehr gut und würde ich daher einschließlich Steinkatze sehr gerne gewinnen.

    LG..Karin..

    PS: Persönliche Daten gerne per PN.

  2. Tiffi2000 Antworten

    Hallo,

    danke für den tollen Beitrag, ich fand ihn sehr spannend und informativ 🙂
    Ich würde gerne für D mein Glück versuchen 😉

    LG

  3. Zeilenspringerin Antworten

    Hallo und danke für diesen tollen informativen Post. Ich mag Vampirbücher sehr gerne, lese aber eher die neueren, aktuellen Bücher. Da war es sehr interessant zu lesen, wie sich die Thematik so mit der Zeit verändert hat und wie das früher alles gesehen wurde.

    LG Jessy
    (Ich versuche gerne mein Glück für Gewinn C)

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