Rezension für
Adelle Waldman -
Das Liebesleben des Nathaniel P.

Adelle Waldman:

Das Liebesleben des Nathaniel P.

Anlass: Ich habe es mir aufgrund einer tollen Buchbesprechung ausgeliehen – aber wo die jetzt stand….puh. Werde ich senil?

Inhalt: Nate ist New Yorker, Ende 20, und blickt auf sein Liebesleben. Klingt irre banal, v.a., da wir Frauen ja dazu neigen, Männern nicht allzuviel Gefühlsnachdenken zu bescheinigen, ne?
Aber während die Psychogramme seiner Exfreundinnen bzw aktuellen Flirts vorbeiziehen, analysiert er ihre Fehler und Schwächen, ist begeistert und lässt darin wieder nach, weiß genau, was hier jetzt politisch korrekt wäre in Sachen Frauengefühle- und ist doch in seinem Inneren schwer dagegen.

Meinung: Puh, zum Teil schon eher schwerer Tobak- theoretisch haben wir hier einen eher feministisch denkenden Mann, der sich aller PC bewusst ist und trotzdem geht er manchmal fremd, findet seine Freundin ehrgeizlos oder langweilig und ist nur dann manchmal auf sie stolz, wenn andere sie auch gut finden. Wir bekommen also den ganzen äußeren Schein, innen ändert sich nichts. Unschön.

Für wen: Frauen, die sich desillusionieren lassen wollen?