Rezension für
Philip Rock -
Abingdon Hall. Der letzte Sommer

Philip Rock:

Abingdon Hall. Der letzte Sommer

Anlass: Ich bin ein Fan von „Downtown Abbey“ und dieses Cover hat mich spontan daran erinnert-englischer Landsitz, Mädchen im passenden Kleid einer Debütantin und Ähnlichkeit mit Lady Mary. Ich dachte, mich erwartet hier nette Unterhaltung über das England des beginnenden 20. Jahrhundert und ein paar Adelige, die sich mehr oder minder gut benehmen.

Inhalt: Ich hätte bei den oben geschilderten Gedanken nicht falscher liegen können. Locker flockig fängt es an mit dem oben beschriebenen Landsitz, es gibt die Debütantin Alexandra, den völlig verliebten Erben, die zu Geld gekommene Kaufmannstochter Lydia – und den verarmten Neffen seiner Ladyschaft aus Amerika, Martin.

Doch dann beginnt der erste Weltkrieg und aus Chauffeuren werden Panzeringenieure, aus dem Erben ein gefeierter Major, der arme Neffe ein Kriegsreporter – und zwischendrin das Grauen. Zwischenzeitlich kam ich mir vor wie mitten in „Im Westen nichts Neues“ – nur mit mehr Menschlichkeit und verzweifelter Liebe.

Meinung: Wirklich wirklich toll-auch wenn überhaupt nicht das, was ich erwartet habe. Bin sehr gespannt auf Band 2, muss aber erst gesammelte Bibliotheksbücher weiterlesen ;-(.

Für wen: Alle, denen „Im Westen…“ zu hart war, aber doch Kriegsgeschehen näher „erlesen“ möchten.